[166] Zur Bestimmung des Ferridcyans ist in meinem Laboratorium noch eine zweite Methode von Herrn Lenssen ermittelt worden, welche ebenfalls sehr gute Resultate giebt. Sie beruht auf der Thatsache, dass, wenn man Ferridcyankalium, Jodkaliumlösung und Salzsäure zusammenbringt, sich für jedes Aeq. Ferridcyankalium (4119) 1 Aeq. Jod (1586) ausscheidet (Cfdy, H3) + JH = 2(Cfy, H2) + J. Bestimmt man nun das Jod nach Bunsen, so erfährt man die Menge des Ferridcyankaliums mit grosser Genauigkeit. In vier Versuchen erhielt Herr Lenssen 99,22, — 101,7, — 102,1 — 100,5 statt 100.

[167] Liebig fand in ausgeathmeter Luft 4–5,4 Kohlensäure, und 14,95–16,36 Sauerstoff.


Anhang.

I. Analytische Belege

[1]. Einfluss von Wasser auf Glas- und Porzellangefässe beim Eindampfen (zu §. [24]).

Eine grosse Flasche wurde mit Wasser gefüllt, welches aus einem kupfernen Dampfapparat mit zinnernem Kühlrohr vorsichtig destillirt war. Dieses Wasser diente zu den sämmtlichen zu 1. gehörigen Versuchen.

a. 300 C.C. in einer Platinschale vorsichtig verdampft, hinterliessen geglühten Rückstand 0,0005 Grm. = 0,0017 pro mille.