25. Löslichkeit des kohlensauren Kalkes in kochendem Wasser (zu §. [52. b.]).
Frisch gefällter CaO, CO2 wurde mit destillirtem Wasser längere Zeit gekocht. 42,4100 Lösung hinterliessen beim Abdampfen und schwachen Glühen des Rückstandes 0,0048 CaO, CO2, also erfordert 1 Thl. desselben 8834 Thle. siedenden Wassers.
26. Löslichkeit des CaO, CO2 in Wasser, welches Ammon und kohlensaures Ammon enthält (zu §. [52. b.]).
Reine Chlorcalciumlösung wurde mit kohlensaurem Ammon und Ammon gefällt, 24 Stunden stehen gelassen, dann filtrirt. 84,82 Grm. hinterliessen 0,0013 Grm. CaO, CO2, also erfordert 1 Theil 65246 Theile.
27. Verhalten des CaO, CO2 beim Glühen in einem Platintiegel (zu §. [52. b.]).
0,7955 Grm. völlig trockenen kohlensauren Kalkes wurden in einem kleinen und dünnen Platintiegel der allmälig gesteigerten, zuletzt möglichst starken Hitze einer guten Berzelius'schen Lampe ausgesetzt. Der Tiegel war offen und lag schief (Fig. [37]). Nach der ersten ¼ Stunde wog der Rückstand 0,6482, — nach ½ Stunde 0,6256, — nach 1 Stunde 0,5927, — nach 5⁄4 Stunde ebensoviel. Dies entspricht 74,5 Proc. (berechnet 56,00 Proc. Kalk). Also war noch lange nicht alle CO2 ausgetrieben.
28. Zusammensetzung des bei 100° getrockneten kleesauren Kalkes (zu §. [52. c.]).
0,8510 reiner, scharf getrockneter kohlensaurer Kalk, in Salzsäure gelöst, mit oxalsaurem Ammon und Ammon gefällt, auf gewogenem Filter bei 100° getrocknet bis zu constantem Gewicht, gaben 1,2461 kleesauren Kalk. Berechnet man denselben als CaO, C2O3 + aq., so enthält die gefundene Menge 0,4772 CaO = 56,07 Proc. im kohlensauren Kalk. — Die Rechnung verlangt 56,00 Proc.