In Upsala lebte auch der berühmte Gelehrte Olaus Rudbeck, bekannt durch sein grosses Werk Atlantica, sive Manheim, von welchem Band i-iii in Folio mit einem grossen Atlas in den Jahren 1675-1698 fertig wurden. Um den Druck zu fördern, hatte Rudbeck selbst 1686 eine Druckerei angelegt, mit welcher, bei dem grossen Brande Upsalas 1702, der noch in der Presse befindliche iv. Band so gründlich vernichtet wurde, dass nur 3 oder 4 Exemplare übrig geblieben sind.

Lund.

LUND hatte 1666 durch Karl xi. seine Universität erhalten. Die Versuche, die 1668 und 1676 gemacht wurden, die Druckerkunst dort heimisch zu machen, waren jedoch für lange Zeit ohne rechten Erfolg.

[1] Vergl. S. 116, Absatz: Hans Schaeuffelein.

[2] Interessant ist in Bezug auf das Typenwesen im Mittelalter: F. Soennecken, Das deutsche Schriftwesen. Bonn 1881.

[3] Dr. H. Grotefend, Chr. Egenolff, der erste ständige Buchdrucker zu Frankfurt a. M. Frankfurt 1881.

[4] Ed. Heyden, Gallerie berühmter Frankfurter. 1861.

[5] H. Helbig, Notice sur P. Schœffer le fils. Gent 1848.

[6] C. F. Schurrer, Slavischer Bücherdruck in Würtemberg im xvi. Jahrh. Tübingen 1799. — H. C. W. Sillem, Primus Truber. Erlangen 1861.

[7] Interessante Mitteilungen über diese geschäftliche Verbindung verbreitet das in Basel 1881 erschienene: Rechnungsbuch des Froben und Episcopius 1557-1564.