VIII. KAPITEL. [[←]]

DER DRUCKBETRIEB UND DAS BUCHGEWERBE IN DEUTSCHLAND.

Die Schriftgiesserei und die Druckschriften. Die Technik des Setzens und Druckens: Der Satzapparat, die Korrektur, die Presse, die Farbe. Prinzipal, Geselle und Lehrling. Die Buchbinderkunst. Der Buchhandel: Die litterarische Produktion, das Verhältnis zwischen Autor und Verleger.

Technische Ver-
besserungen.

MÖGEN auch abweichende Urteile darüber herrschen, welcher Anteil an der technischen Weiterbildung der neuen Kunst dem Erfinder selbst, welcher seinen Genossen und ersten Nachfolgern gehört, so steht doch das eine fest, dass die Technik der Kunst und der mechanische Apparat, nachdem die ersten unsicheren Versuche hinter den genannten lagen, eine derartige Festigkeit im Prinzip und Abrundung in der Ausführung gewonnen hatten, dass man, trotz der Fortschritte der Gewerbe und der Anwendung wissenschaftlicher Grundsätze auf dieselben, in der langen Zeit von dem Jahre 1500 bis zu dem Jahre 1750 nicht imstande war, das Überkommene durch Neues zu ersetzen[1].

Successive Verbesserungen in der Herstellung der Schriften und des Druckes traten zwar ein, aber keine durchgreifenden Reformen. Erst zu Ende des xviii. Jahrhunderts zeigten sich die Vorboten solcher, jedoch erst dem xix. Jahrhundert war es beschieden, ihnen Fleisch und Blut zu geben.