Die asiatischen
Inseln.
In dem ASIATISCHEN ARCHIPEL fand die Kunst zuerst auf JAVA eine Heimat. Die niederländisch-indische Gesellschaft errichtete in BATAVIA zu Ende des xvii. Jahrhunderts mehrere Pressen.
Von dem Wunsche beseelt, den Eingebornen das Evangelium in der Landessprache in die Hände zu geben, befahl der Gouverneur von CEYLON Freiherr G. W. von Imhof 1737 eine Druckwerkstätte in COLOMBO zu errichten, die später auch manches wissenschaftliche Werk ans Tageslicht förderte. In der Hauptstadt der Philippinen, MANILLA, wurde um 1600 gedruckt. Im xviii. Jahrhundert wetteiferten die katholischen Missionäre hier mit den protestantischen in Tranquebar in der Verbreitung des Evangeliums.
So war die Kunst Gutenbergs, welche bereits in den ersten hundert Jahren ihres Bestehens sich über ganz Europa den Weg gebahnt und eine hohe Stufe der Ausbildung erreicht hatte, von welcher ungünstige Verhältnisse sie nur zeitweilig herabzudrängen vermochten, über die ganze Welt verbreitet. Schon um die Zeit, welche unsere vorläufige Grenze bildet, galt das, hundert Jahre später ausgesprochene Wort:
„Über des Oceans Raum in die fernsten Gebiete der Erde
Trägt, Gefeierter! dich Fama, nie rastend im Flug;
Nicht des Gesteines bedarf es für dich, noch gegossenen Erzes,
Denn es verkündet dein Lob jegliche Zeile des Buchs.“
[1] Unitarier. Vorläufer der Rationalisten.