Dänemark.
Nach DÄNEMARK[11] brachten deutsche Mönche die ersten Bücher. Die Bildung unter der dänischen Geistlichkeit war nicht gross, obwohl die Universität Paris stark von Dänen besucht wurde. Stationarii und librarii hatte Dänemark nicht aufzuweisen. Das erste Buch: eine lateinische Beschreibung der Belagerung von Rhodos, wurde in ODENSE auf der Insel Fühnen im Jahre 1482 von einem fahrenden deutschen Buchdrucker, Johann Snell, gedruckt.
G. van Gehmen.
Im Jahre 1485 druckte Steph. Arendes in Schleswig: Missale Slesvicense. Die Hauptstadt des Reiches, KOPENHAGEN, erhielt erst 1490 eine Offizin durch Godfred van Gehmen van Os, der früher in Gouda in Holland gewirkt haben soll. Nur 19 Bücher können mit Sicherheit als aus seinen Pressen hervorgegangen bezeichnet werden. Das bekannteste darunter ist: Dansk Rimkrönike, welche in den Jahren 1495-1508 viermal aufgelegt wurde und das einzige in dänischer Sprache gedruckte Buch aus dem xv. Jahrhundert ist. Gehmens Type ist eine sehr hübsche und sein Druck ein guter. In RIPEN in Jütland druckte 1504 Matthäus Brand aus Lübeck, der später nach Kopenhagen zog. Ihm folgte Povel Räff, früher Rektor der Universität, der erste Däne, der die Buchdruckerei betrieb.
Schweden.
In SCHWEDEN druckte (1483) der aus Dänemark gekommene Johann Snell das erste Buch: Dialogus creaturum moralizatus. Auf Snell folgte Johann Fabri mit dem Breviarium Strengnense 1494, während Fabris Witwe 1496 das Breviarium Upsalense vollendete. Von da ab tritt eine Unterbrechung von über 50 Jahren ein, in welcher man von der Kunst in Schweden keine Spuren findet.
Auch Ungarn und die Slawischen Länder[12] eigneten sich bald die neue Erfindung an.
Ungarn.