[2] Eigentliche Beschreibung aller Stände auf Erden etc. Frankfurt a. M. 1568. Mit Stichen von Amann und Versen von Hans Sachssen.

[3] Der Verlagsbuchhändler und Redacteur H. Klemm in Dresden, der mit grossen Kosten in einer verhältnismässig sehr kurzen Zeit eine bedeutende Anzahl typographischer Seltenheiten sammelte, hat auch die in einem Keller des früheren Hofes „Zum Jungen“ in Mainz aufgefundenen Bruchstücke einer Schraubenpresse erworben, von welchen einerseits (vergl. K. Klein, Über Gutenberg und das im ersten Druckhause aufgefundene Fragment der ersten Druckerpresse. Mit 2 Abbd. Mainz 1851) angenommen wird, dass sie der „ersten“, noch aus Strassburg stammenden Presse Gutenbergs angehörten, was andererseits angezweifelt wird, und zwar namentlich auf Grund der Inschrift J. MCDXLI G., die in den erhaltenen Oberbalken eingeschnitten ist, indem man sowohl an der Jahreszahl und der ungewohnten Art diese zu schreiben (CD statt CCCC) als auch an den römischen Buchstaben J. G. Anstoss nimmt. Herr Klemm hat die Presse nach seinen Annahmen vervollständigen lassen. Wie nahe er, namentlich in Betreff des, aus vier Stücken sinnreich konstruierten Rahmens, der sich leicht für verschiedene Formate einrichten lässt, der Wirklichkeit gekommen, ist ja nicht zu entscheiden. Nach H. Klemms Konjektur ist mit den „vier Stücken“, um deren Auseinandernahme (vergl. S. 25) man bei Dritzehns Tod so sehr besorgt war, ein solcher Rahmen gemeint.

[4] De la Lande, Art de faire le Papier. 2. Ed. Paris 1820. — De la Lande, Art de faire le parchemin. Paris 1762. (Beide Werke auch deutsch.) — G. Peignot, Essai sur l'hist. du parchemin et du velin. Paris 1812. — J. D. F. Sotzmann, Über ältere Papierfabrikation. Leipzig 1846 (Serapeum). — Über Papierzeichen vergl. die in der Einführung erwähnten Werke von Sotheby und Weigel sowie Ames, Typogr. Antiquities, ferner: G. Fischer, Versuch die Papierzeichen als Kennzeichen etc. anzuwenden. Nürnberg 1804; La Serna Santander, Les livres impr. dans le XV Siècle. Brüssel 1803 (Suppl. zu der Beschreibung der Bibliothek des Verfassers). Über Papierzeichen in Italien: Esame sui principii della etc. typogr. Lucca 1797.

[5] Mit dem tierischen Pergament ist nicht zu verwechseln das Pergamentpapier (vegetabilische Pergament), das in der neueren Zeit eine ziemlich grosse Verwendung findet.

[6] D. E. Beyschlag, Beiträge zur Kunstgesch. von Nördlingen. Heft IV u. V. Nördlingen 1798-1801.

[7] Rich. Steche, Zur Geschichte des Bucheinbandes. (Archiv z. G. d. Buchh. I.) Leipzig 1878. — G. Peignot, Essai etc. sur la reliure des livres. Dijon 1834. — J. Cundall, On bookbinding ancient and modern. London 1880. — Monuments inédits ou peu connus, faisant partie du Cabinet du G. Libri. London 1864. — M. Michel, La relieure française depuis l'invention de l'impr. Paris 1880.

[8] Von den vielen bibliographischen Werken, welche die früheren Erzeugnisse der Presse verzeichnen und zumteil näher beschreiben, nennen wir nur einige wenige der hervorragendsten und vollständigsten, da kaum anzunehmen ist, dass viele der dem Buchdruckfach angehörenden Leser dieses Handbuches in solchen Werken Belehrung suchen werden, und andere, dem Litteraten- und Buchhändlerberufe sich widmende, die betreffende Litteratur kennen:
Mich. Maittaire, Annales typographici ab artis inventæ origine ad Annum MD. (Die bis zum Jahr 1500 erschienenen Werke bezeichnet man im engeren Sinn als Wiegendrucke, Inkunabeln.) Tom. I des ganzen Werkes. Haag 1719, vervollständigt durch die Ed. nova (als Tom. IV). Amsterdam 1733. — Georg Wolfg. Panzer, Ann. typ. ab etc. ad annum MDCXXXVI. 11 Bände. Nürnberg 1793-1803. — Ludw. Hain, Repertorium Bibliogr. ab etc. usque ad annum MD. Stuttgart 1826-1838. — J. Ch. Brunet, Manuel du libraire et de l'amateur de Livres. 5. Aufl. 6 vols. Paris 1860 u. flg. — J. G. Th. Grässe, Trésor de livres rares et précieux. Dresden 1859 u. flg. Des näheren verweisen wir auf Dr. Julius Petzholdt, Bibliotheca Bibliographica, Kritisches Verzeichnis der das Gesamtgebiet der Bibliographie betreffenden Litteratur des In- und Auslandes. 938 S. gr. 8. Der Umfang beweist schon den enormen Reichtum dieser Litteratur.

[9] Ch. F. Harless, Die Litteratur der ersten hundert Jahre nach der Erfindung der Typographie. Leipzig 1840. — A. Kirchhoff, Die Handschriftenhändler des Mittelalters. 2. Ausg. Leipzig 1853. — A. Kirchhoff, Beiträge zur Gesch. des deutschen Buchh. 2 Bde. Leipzig 1851-1853; weitere Beiträge 1855. — Dr. F. Sachse, Die Anfänge der Büchercensur in Deutschland. Leipzig 1869.

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