Unter den Kollektivwerken, welche durch die oben erwähnten Verfahren eine reiche Auswahl des für den Typographen zu Studium und Nacheiferung Geeigneten bringen, sind namentlich die von G. Hirth in München und Leipzig herausgegebenen: „Der Formenschatz der Renaissance 1500-1600“ und „Die Bücherornamentik der Renaissance“ erwähnenswert.
Die Schriften der deutschen Fachgenossen aus älterer Zeit geben in Bezug weder auf äussere noch innere Verhältnisse der Buchdruckereien eine nennenswerte Ausbeute. Zu erwähnen sind:
J. H. G. Ernesti, „Die wol-eingerichtete Buchdruckerey“, (Nürnberg 1721). Mit vielen deutschen, lateinischen und orientalischen Schriften.
Chr. Fr. Gessner, „Die so nöthig als nützliche Buchdruckerkunst und Schriftgiesserey“. 4 Teile. (Leipzig 1740-1745). Ein reichhaltiges, fleissig zusammengetragenes Buch mit vielen Illustrationen technischer und geschichtlicher Natur.
Ch. G. Täubel, „Theoretisch praktisches Wörterbuch der Buchdruckerkunst und Schriftgiesserei“ (Wien 1805).
Höher stehen folgende Werke des Auslandes.
M. D. Fertel, La science pratique de l'imprimerie. Avec des fig. 2 Bde. (St. Omer 1723).
P. S. Fournier, Le Jeune, Manuel typographique. 2 Bände (Paris 1764). Das auf vier Bände berechnete Werk wurde durch den Tod des Verfassers unterbrochen.
Joseph Moxon, Mechanick Exercises; or the doctrine of Handy-works, applied to the art of printing (London 1677-1696). Das Buch ist sehr selten und Schreiber dieses nicht zurhand gewesen.
John Johnson, Typographia or the Printers Instructor. 2 Bde. (London 1824), und Thomas Curson Hansard, Typographia (London 1825), erschienen fast gleichzeitig und beide Verfasser waren tüchtige Typographen.