J. B. Baillère * 1798.

J. B. Baillère[119] (seit 1818) machte grosse Unternehmungen, darunter Cruveilher, Anatomie pathologique 1830–42; Hippokrates' Werke, griechisch und französisch, 1839–50; Iconographie ophthalmologique 1852. Im Jahre 1840 wurde eine Filiale in London, 1848 eine in New-York errichtet und heute sind die Seitenzweige dieser Familie über alle Erdteile, Australien nicht ausgenommen, verbreitet. Germer-Baillère druckt ausser naturwissenschaftlichen auch viele philosophische Werke und mehrere Journale.

Victor Masson * 1807, † 13. Mai 1879.

Victor Masson, einer der hervorragendsten Buchhändler, geb. zu Beaume, trat 1838 als Teilhaber in das Geschäft Chrochard, das 1846 in Massons alleinigen Besitz überging. 1847 wurde die Bibliothèque polytechnique angefangen, der eine grosse Anzahl von technischen, medizinischen und naturwissenschaftlichen Werken folgte, darunter Cuvier, Le Règne animal; Bonamy et Beau, Atlas d'anatomie[120]; der grosse Dictionnaire encyclopédique des sciences médicales u. v. a. Nach 35jähriger rastloser Thätigkeit überliess G. Masson.Masson seinem Sohne Georges das Geschäft, das dieser in derselben grossartigen, französische und deutsche Vorzüge vereinigenden Weise glänzend fortführt. Die Firma verlegt nicht weniger als 17 periodische Fachzeitschriften und ist die Buchhandlung für die bedeutendsten Akademieen und Gesellschaften. Trotz des vorwiegend wissenschaftlichen Charakters des Verlags ist der Verleger bestrebt, demselben auch eine anziehende äussere Form zu geben. Als Vorsitzender des Cercle hat Masson sich bedeutende Verdienste um das Ausstellungswesen desselben, namentlich bei der Weltausstellung in Wien 1873, erworben.

Delahaye hält sich streng an Medizin und Chirurgie und verlegt mehrere Journale und viele bedeutende Werke, unter welchen der Traité d'Anatomie descriptive von Sappey als ein hervorragendes Monument gilt.

Spezialfirmen sind für Landwirtschaft J. A. Bixio; für Mathematik A. L. J. Bachelier; für Militärwissenschaft J. Dumaine und Corréard Jeune; für Geschichte und Staatswissenschaften G. Guillaumin, P. F. Amyot, A. Baudouin; für Kalenderverlag Pagnerre.

Ch. Hingray * 1796.

Charles Hingray, erst Militär, dann Buchhändler, wurde durch seinen juristischen und sprachlichen Verlag bekannt, in Deutschland namentlich durch das vortreffliche Wörterbuch von Schuster und Régnier. Das Werk eines enormen Fleisses ist der Dictionnaire de la langue française von Littré. Das Manuskript umfasste 415636 Blätter. Der Satz dauerte, mit einer durch den Krieg 1870 herbeigeführten Unterbrechung, 13 Jahre. In einer Spalte gesetzt würde das Buch eine Länge von 37525 Meter haben.

Maisonneuve.

Der Druck orientalischer Werke ist keine Lieblingsaufgabe der französischen Buchdrucker. Als Verlagshandlung in dieser Richtung haben Maisonneuve & Co. den Vorrang. Im Jahre 1851 kaufte Maisonneuve, früher Associé von Cormon & Blanc in Lyon, von Théophile Barrois eine Anzahl orientalischer Verlagswerke, die er später mit vielen neuen vermehrte. Der Verlag enthält eine grosse Anzahl grammatikalischer und lexikalischer Werke der orientalischen Sprachen und die Namen der bedeutendsten Orientalisten als Eug. und Emile Burnouf, Eichhoff, Abbé Favre, G. de Tassy, Stan. Julien, J. Oppert, Abel Rémusat, L. de Rosny u. a. sind mit der Firma Maisonneuve & Co. verknüpft. — Unter den wenigen Buchdruckern in der Provinz, die in der Herstellung orientalischer Werke etwas leisten, ist Dejussieu in Châlons zu nennen.