VIII. KAPITEL.
DIE ZWEIGE DER ROMANISCHEN GRUPPE.
Die Niederlande: Zurückgehen der Kunst. Der Nachdruck. Die neuere Typographie Hollands und Belgiens. — Italien: G. Bodoni. Langsame Fortschritte. Venedig, die Mechitaristen. Panfilo Castaldi. Der Buchhandel, die Familie Pomba. Rom, die Druckerei der Propaganda. Erfreuliche Aussichten. — Spanien: J. Ibarra. Madrid. Barcelona. Portugal: Die Staatsdruckerei. Südamerika: Buenos Aires, Rio de Janeiro, Lima, Cuba, Mexiko. — Nordafrika: Algier, Ägypten. Türkei: Aufblühen und Verfall der Kunst. Jetzige Lage.
DIE NIEDERLANDE.
DIE typographische Glanzperiode der Niederlande war dahin. Auf die Zeit der blutigen Knechtschaft durch Spanien folgte im Süden die Periode der österreichischen Herrschaft. Darf auch letztere mit der ersteren kaum in einem Atemzuge genannt werden, so war sie doch nicht geeignet, eine neue Blüte der Typographie hervorzurufen, noch weniger war eine solche nach der Einverleibung in Frankreich zu erwarten.
Holland.
Auch der Norden lernte erst seit 1795 als Batavische Republik unter Frankreichs „Schutz“, dann von 1806 ab als Königreich unter einem Napoleoniden, bis auch dieser Selbständigkeitsschein 1810 aufhörte, die Segnungen französischer Presszustände kennen.