In Smyrna gehörten die ersten Pressen (seit 1658) den Juden; dann folgten die Christen und schliesslich die Türken. Eine erfolgreiche Thätigkeit entwickelte mit sehr geringen Mitteln das Kloster Mar-Hanna auf einem steilen Abhange des Berges Kesroan gelegen. Die dortige Druckerei ist 1732 von dem Priester Abdallah Ben Zacher gegründet, welcher selbst das nötige Handwerkszeug fertigte, Typen schnitt und goss, dann abwechselnd als Setzer und Drucker arbeitete. Noch vor dem Jahre 1794 erschienen dort gegen 40 Werke. In Safad, am westlichen Ufer des Sees Tiberias, war eine hohe Schule für arabische und hebräische Gelehrsamkeit, welche eine Druckerei besass, die jedoch im Jahre 1759 durch ein Erdbeben zerstört wurde. Berühmt durch ihre vortrefflichen arabischen Drucke ist die Offizin der amerikanischen Missionsgesellschaft in Beirut.
Cypern.
Auf der Insel Cypern erscheinen jetzt drei englische und zwei griechische Zeitschriften.
Persien.
Nach Persien kam die Buchdruckerkunst 1820 und zwar nach Teheran und Tabris. Über die weiteren Fortschritte verlautet so gut wie nichts. Bei seiner Anwesenheit in Wien anlässlich der Ausstellung 1873 beabsichtigte der Schah Nasser-Eddin die erste Schnellpresse zu bestellen. Seit 1872 erscheint in Teheran eine Zeitung für Persien, zu welcher der Schah selbst Beiträge liefert, zumeist Schilderungen seiner Jagdabenteuer.
Eine grosse Schwierigkeit für die Verbreitung der Typographie in Persien bildet das hohe Ansehen, in welchem die Schönschreibekunst steht, und der hohe Grad von Vollkommenheit, welchen sie erreicht hat. Wird einmal zur mechanischen Vervielfältigung gegriffen, so ist die Lithographie viel leichter als die Typographie imstande, die wunderbaren, mit Gold und Farben geschmückten Schriftzüge wiederzugeben. Auf eine schnelle Verbreitung von Gutenbergs Kunst in Persien ist deshalb nicht zu rechnen.
Fußnoten:
[129] J. Hoffmann, Catalogus van chinesische Matrijzen en drukletters 1860, 1864, 1876.
[130] Reglement over de vereenigung ter bevordering etc. Amsterdam 1841. — Bepalingen omtrent den boekhandel. — L. D. Petit, Proeve einer Geschiedenis der Vereenigung etc. Amsterdam 1875. — Otto Mühlbrecht, Der holländische Buchhandel seit Coster. Leipzig 1867. — Gunne, Flüchtige Gedanken über den Buchhandel in Holland. — C. L. Brinkmann, Alphab. Naamlijst van boeken 1850–1875. — F. L. Hoffmann, Ouvrages conc. l'histoire de l'imprimerie en Belgique et en Hollande. Brüssel 1859.
[131] Tentoonstelling van hulpmiddelen voor den Boekhandel. Amsterdam 1881.