[52] Wer die unendlich vielen Gegenstände, welche ein solches Geschäft verhandelt, näher durch Beschreibung und Abbildungen kennen lernen will, dem ist eine Reihe von Artikeln im Journ. f. B. 1867, Nr. 31, 32, 36, 37 zu empfehlen. Nicht weniger Interesse bieten die grossen illustrierten Kataloge, die fast alle bedeutenden Utensilienhandlungen herausgeben.
III. KAPITEL.
DIE TYPOGRAPHIE UND DAS BUCHGEWERBE ENGLANDS.
England. Aufblühen der Typographie: J. Baskerville, Bowyer Vater und Sohn, J. Nichols, Miller-Ritchie, W. Bulmer, Th. Bensley, Hansard Vater und Sohn. Die Xylographie: Thom. Bewick. Der Farbendruck: G. Baxter, W. Savage, W. Congreve. Oxford, Cambridge, Edinburgh u. a. Die Zeitungspresse: Die Times und die Familie Walter; Stempel; Telegraphischer Verkehr; Inseratenwesen; Statistisches. Der Accidenzdruck. Der Buchhandel: die illustrierten Blätter, Ch. Knight. Der Bibeldruck. Die Bibliophilie: Lord Spencer, T. F. Dibdin. Die Buchbinderkunst.
Asien: Indien, China, Japan, der Indische Archipel. — Australien, die Südseeinseln. — Afrika.
John Baskerville * 1706, † 8. Jan. 1775.
ALS der eigentliche Schöpfer der neueren englischen Typographie gilt John Baskerville, 1706 in Wolverley in Worcestershire geboren. Im Jahre 1726 leitete er eine Schreibschule in Birmingham; 1745 übernahm er ein Lackiergeschäft, durch welches er viel Geld verdiente. Seine Neigung war jedoch der Buchdruckerei zugewandt. Von der Universität Cambridge erhielt er die Erlaubnis, eine Bibel in Folio und zwei Ausgaben des Common Prayer Book zu drucken, gegen Zahlung einer Abgabe an die Universität von 20 resp 12 £ Sterl. für je 1000 Exemplare und an die Stationers Company weitere 12 £ Sterl. für die Erlaubnis, seinen Ausgaben die Psalmen anzufügen. Zu seinen berühmtesten Druckwerken gehören die Ausgaben des Virgil in 4° und in 12°, sowie sein Horaz von 1762. Baskerville wendete seinen Arbeiten eine unausgesetzte Aufmerksamkeit zu. Er bereitete selbst seine Farben und baute selbst seine Pressen. Namentlich waren seine schönen Buchschriften, ganz besonders seine Cursivschriften, berühmt. Auch dem Papier und dessen Behandlung widmete er die grösste Sorgfalt, die gedruckten Bogen wurden einzeln zwischen zwei erwärmten Kupferplatten gepresst. Jetzt ist jedoch das Aussehen seiner Drucke keineswegs schön, mutmasslich hat unrichtige Behandlung bei der warmen Pressung nachteiligen Einfluss auf das Papier geübt.