Ausfuhr.
Der Absatz des Buchhandels nach dem Ausland übersteigt 20 Millionen Mark, der der Stationary-Artikel wird auf etwa 14 Millionen, des Papiers auf etwa 16 Millionen gerechnet. Fügt man noch den Umsatz in Druckfarbe und Druckmaschinen hinzu, so wird die Gesamtausfuhr von allen zu dem Druckgewerbe gehörenden Gegenständen die Summe von 60 Millionen Mark nicht unbedeutend übersteigen.
Die Fachpresse.
J. M. Powell * 2. Juni 1822, † 17. Sept. 1874.
Unter den Blättern der Fachpresse, die sich zunächst mit der Typographie beschäftigen, nehmen namentlich zwei eine bedeutende Stellung ein. Joseph Martin Powell gab seit dem Jahre 1863, unter dem Titel Printers Register, ein Fachblatt heraus, welches viele Verdienste, namentlich um die Förderung der Maschinen-Fabrikation, hat und oft die Maschinenbauer zu Erfindungen anregte. Das Blatt wird jetzt von Powells ältestem Sohne Arthur geleitet. Eine mehr ideelle und theoretische Richtung verfolgt The Printer and the Lithographer, welches Blatt die Firma Wyman & Son verlegt und mit vielem Geschick und Geschmack redigiert. Es bringt hauptsächlich sehr ausführliche belehrende Artikel, aus welchen, zu besonderen Lehrbüchern gesammelt, bereits manches tüchtige Werk entstanden ist. Auch das Printers Register lieferte solche Artikelreihen. Ein Vorzug der englischen Pressorgane ist, dass sie sich hauptsächlich nur mit dem Technischen abgeben, und die sozialen Verhältnisse und die darin einschlagenden Kontroversen nur leise berühren und alles vermeiden, was zu einem gehässigen Federkrieg Veranlassung geben könnte.
Im Interesse des Buchhandels erscheinen das vierzehntägige Publishers Circular (gegründet 1837) und der monatliche The Bookseller (gegründet 1838), seit 1860 mit dem, 1802 begonnenen, Bents Literary Advertiser vereinigt. Der von Whitaker herausgegebene Reference-Catalogue of current Literature giebt in der Form von Verlagskatalogen eine Übersicht der gangbarsten litterarischen Erscheinungen Englands.
Die Annuals.
R. Ackermann * 30. April 1764, † 26. März 1834.
Eine Episode in dem englischen Buchhandel bildet die Herausgabe der illustrierten Annuals, hervorgerufen 1822 durch den Kunsthändler Rudolph Ackermann. Geboren zu Stollberg, kam er als einfacher Sattlergehülfe nach London. Erst erwarb er durch seine Zeichnungen Aufmerksamkeit, dann wurde er Kunsthändler und Verleger bedeutender Prachtwerke. Die später so beliebten Taschenbücher wurden von diesem „Vater der Almanache“ mit dem Forget me not zuerst in Scene gesetzt und eine Reihe von Jahren hindurch von den besten künstlerischen Kräften Englands unterstützt[63]. Mit Heaths Book of Beauty wurde 1833 eine Reihe von poetischen Werken von Klassikern und neueren Schriftstellern mit Illustrationen sowohl in Stahlstich wie in Holzschnitt begonnen, denen eine grosse Anzahl von illustrierten geographischen und ethnographischen Werken folgte. Als Drucker und Herausgeber solcher machte sich namentlich Henry Fischer bekannt.