„Erzähle, ach, erzähle!“ bat das Eisen. „Du weißt gar nicht, wie ich mich sehne.“

„Du warst überall im Hause,“ sagte der Dukaten. „Die Menschen können gar kein Haus bauen ohne Eisen, Nägel, Schlösser, Riegel und Schlüssel. Das Messer, mit dem der alte Wucherer sein Brot schnitt, war aus Eisen. Und aus Eisen waren auch die Apparate, mit denen der Schneider des Geizhalses elende Kleider zugeschnitten und genäht hatte. Eisen war unter seinen Stiefeln und an der Spitze seines Stockes. Auch die Truhe, in der er uns aufbewahrte, war mit Eisen beschlagen... Überall, wo Menschen sind, ist das Eisen im Gebrauch.“

„Da seht ihr’s! Da seht ihr’s!“ rief das Eisen vergnügt. „Ich bin ebensoviel wert wie das Gold und tue nichts Böses.“

„Nicht?“ meinte der Adler. „Nun, dann laß dir sagen, daß auch die Pistole, mit der sie einander erschießen, und die Messer, womit sie einander totstechen, aus Eisen sind. Der Dietrich, mit dem der Dieb das Schloß aufbricht, ist gleichfalls aus Eisen.“

„Was kümmert das mich?“ rief das Eisen. „Mögen sie Gutes in Böses verkehren — bleibe ich nicht, der ich bin?“

„Was kümmert es uns?“ sagten die Dukaten.

„Die Menschen sind böse und gut. Was können wir dafür, was sie mit uns anfangen? Wir sind, wie wir sind, und sie nehmen uns alle. Das Gold ist am schönsten und kostbarsten, darum stiftet es am meisten Gutes und Böses. Das kann nicht anders sein. Der verdrossenste Adler der Welt kann nichts daran ändern.“

„Hörtest du nichts über mich?“ fragte das Blei.

„War ich denn gar nicht vorhanden?“ sagte das Kupfer.