„Warum zanken wir uns?“ warf das Blei ein. „Wie im vorigen Jahre liegen wir hier immer noch nutzlos da, während sich draußen die Welt schön und reich entfaltet. Laßt uns hören, was die Dukaten uns zu erzählen haben. Zwei sind noch übrig, die uns nichts berichtet haben. Schaut uns an, wie mitgenommen und mit Grünspan überzogen wir sind. Und dann schaut die Dukaten an, die draußen in der Welt gewesen sind, die der Adler schlecht nennt. Sie glänzen aufs schönste.“
„Ja ja, erzählt!“ rief das Eisen.
„Meine Geschichte will ich euch gern berichten,“ sagte der vierte Dukaten. „Obwohl ich mein Geschick mit vielen andern gemein habe.“
„Ist die Geschichte schön?“ fragte ein kleines, kümmerliches Stiefmütterchen, das sich gerade geöffnet hatte. „Sonst fürchte ich mich. Wißt ihr: als ich im vorigen Jahr als winziger Samen im Kopfe meiner Mutter lag, da habe ich den zweiten Dukaten so etwas Greuliches erzählen hören. Das habe ich nie verwinden können. Darum sind meine Stengel so dünn und meine Blätter so klein.“
„Ja, die Geschichten der Dukaten eignen sich nicht für Kinder,“ sagte der Adler.
„Verschont uns doch um des Himmels willen mit dem dummen Geschwätz!“ rief das Eisen ungeduldig. „Wir wollen die Dukaten erzählen hören. Wenn hier einer diese Geschichten aus der Welt und dem Leben nicht vertragen kann, so mag er gefälligst weggehen. Wir sind doch Männer, sollt’ ich meinen.“
„Ich rechne mich allerdings zu den Damen,“ erwiderte das Stiefmütterchen. „Aber ich werde den Herren Metallen nicht zur Last fallen.“
„Danke, sehr freundlich!“ sagte das Eisen spöttisch. „Dann kann der Dukaten also beginnen.“
„Wenn ich nur wüßte, was ich erzählen soll!“ sagte der Dukaten.