„Das werdet ihr nie,“ sagte der Adler. „Mit einem kleinen Stück Gold kann man einen Berg Eisen bezahlen. Die Männer, die euch aus der Erde gewinnen, werden jeden Sonnabend von dem Ingenieur mit Goldgeld bezahlt. Aber jetzt will ich fortfliegen, denn hier wird es mir zu lebhaft.“

Damit flog er auf seinen breiten Schwingen in ödere Gegenden.

Sand.

Die schwarze Erde und der weiße Sand kommen nicht so leicht ins Gespräch miteinander. Sie wohnen an verschiedenen Orten und sprechen verschiedene Sprachen. Nicht einmal im Traume begegnen sie sich; denn das Erdreich träumt von grünen Wäldern, roten Rosen und gutem, goldenem Getreide, der Sand aber träumt nur vom Sandhaargras und den wilden Wellen.

Zuweilen kommen sie einander nahe, ohne daß aber jemals eine rechte Gemeinschaft zwischen ihnen entstünde. Denn der Wind weht viel Sand über das Erdreich hin, und Fuchs, Hase, Buchfink und Maikäfer tragen an ihren Füßen, ohne darüber nachzudenken, Erde in den Sand hinaus. So vermischen sie sich, und mitten zwischen der richtigen Erde und dem richtigen Sande entsteht ein Stück, das weder das eine noch das andere ist. Magere Erde nennt es der Bauer, weil es ihm nicht so viel Ertrag bringt wie die Ackererde. Gute Erde nennt es der Fischer, weil es ihm mehr gibt als der Sand.

Aber da war einmal eine Stelle, wo das schwarze Erdreich und der weiße Sand sich von Angesicht zu Angesicht gegenüberstanden, so daß sie sich unbedingt in die Augen sehen mußten. Da lernten sie auch zusammen sprechen, und es kam zu einem grauenhaften Spektakel zwischen ihnen.