„Da ist er, da ist er!“ schrie er.

„Kannst du ihn auf die Entfernung hin sehen, Ole?“ fragte der Doktor.

„Nein, aber ich sehe den Wal,“ erwiderte Ole. „Er stößt große Wasserstrahlen aus den Nasenlöchern aus, sie spritzen wie Springbrunnen hoch in die Luft. Ein Dutzend Strahlen habe ich zählen können. Nun tut, was ihr wollt. Ich gehe an den Strand und bringe meine Netze in Ordnung.“

„Warte ein wenig,“ sagte der Doktor. „Es eilt nicht so fürchterlich, Ole. Wenn der Hering hier ist, so weißt du ja, daß er hierbleibt, bis er seine Eier gelegt hat, und da auf jeden Hering mindestens 30000 Eier kommen, haben wir Zeit in Hülle und Fülle.“

Jetzt sahen sie alle, wie die Wale draußen ihre Wasserstrahlen in die Höhe stießen. Immer mehr und mehr sammelten sich zu einem gewaltigen Kreise. Jetzt sah man auch die schwarzen Rücken der Tiere... und Delphine und Thunfische sprangen hoch empor. In immer dichteren Schwärmen fanden sich auch die Möwen ein. Alle Augenblicke stürzte sich eine von ihnen ins Wasser und ergriff einen Hering, der der Oberfläche zu nahe gekommen war.

„Ja, da sind sie,“ sagte der Doktor.

„Ganz recht,“ fiel Ole nicht ohne Stolz ein.

Und dann zeigte er ihnen, wie das Wasser so sonderbar gleichmäßig und blank wurde und in seltsamen Farben glänzte. Das seien die Heringe, erklärte er, die in dichten Schwärmen dicht unter der Meeresfläche schwimmen.

Und die Leute sahen, wie an der Oberfläche beständig Luftblasen aufstiegen.

„Der Hering steht heuer hoch im Wasser,“ sagte Ole.