„Ja, dies ist hier kein Kinderspiel,“ sagte der alte Hering. „Vielleicht möchtest du jetzt lieber nicht mit im Schwarm sein?“
„Nein, nein, ich muß vorwärts,“ erwiderte der kleine Hering. „Ich merke es in mir, daß ich nicht mehr umkehren kann.“
„Du hast recht,“ sagte der alte Hering. „Du könntest es nicht, wenn du auch Lust hättest. Hast du den Mut, die Nase über das Wasser zu stecken, so wirst du es sehen.“
Der kleine Hering tat es, zog sich jedoch schleunigst wieder zurück.
Die ganze Luft war voll von kreischenden Möwen, und ringsum, soweit der kleine Hering sehen konnte, sprangen Delphine und Thunfische, und die großen Wale sandten ihre Wasserstrahlen hoch in die Luft.
„Wir sind ja ganz eingesperrt,“ sagte der Hering erschrocken.
„Allerdings,“ entgegnete der alte Geselle. „Und guck nach vorn! An der Küste siehst du die Menschen mit ihren Netzen und Booten und den garstigen Salztonnen stehen, in die wir hineingesteckt werden sollen, wenn wir nicht entwischen.“
„Ich muß trotzdem vorwärts,“ erklärte der kleine Hering. „Ich weiß nicht, was es ist, aber vorwärts muß ich.“
„Das ist die Bestimmung der Natur,“ sagte der Alte. „Ihr kann niemand entrinnen, ob groß oder klein. Ein so mächtiges Tier gibt es in der ganzen Welt nicht, das seinem eigenen Trieb Trotz bieten könnte. Vorwärts mit euch Heringen... vorwärts, vorwärts!“