„Genau wie ich,“ rief da der kleine Hering fröhlich.

„Nimmst du mir mein Fressen fort, dann scher dich zum Teufel!“ sagte der Bartenwal und schlug heftig mit dem Schwanz um sich, so daß der Heringsschwarm nach allen Seiten zerstreut wurde.

Aber sie kamen bald wieder zusammen, und der kleine Hering konnte nicht begreifen, warum der Bartenwal so böse gewesen war.

„Es frißt ja niemand von uns etwas,“ sagte er. „Ich habe schon lange kein Fressen in meinem Maule gehabt. Ich weiß nicht, was das ist, aber in mir reißt und jagt etwas. Ich will fort und will etwas erleben.“

„Du willst Eier legen, das willst du!“ sagte der alte Hering. „Und das wollen wir alle. Laßt uns jetzt machen, daß wir fortkommen. In Reih und Glied mit euch, Kinder, dann segeln wir nach dem Fjord.“

Von allen Seiten tauchten neue Heringe auf, und der Schwarm war fast zwei Meilen lang und ebenso breit. Das Wasser wallte und rauschte, wo er erschien.

Und hoch oben in der Luft kamen die Möwen schreiend von allen Seiten herbei. Sobald ein Hering sich der Oberfläche des Wassers zu sehr näherte, stürzten die weißen Vögel hinab und ergriffen und fraßen ihn.

„Es ist gut, wenn man recht tief unten schwimmt,“ sagte der kleine Hering und drückte sich zwischen die anderen.

In diesem Augenblick bekam er einen ungeheueren Stoß und flog beiseite. Ein gewaltiger Dorsch segelte durch den Heringsschwarm hindurch, ergriff einen nach dem anderen mit seinen spitzen Zähnen und verschlang sie.