Er sah sich um und bemerkte, daß der ganze Schwarm zerstreut war. Viele waren gefangen, andere waren gefressen worden, und andere waren fortgeschlichen, nachdem sie die Eier gelegt hatten. Der ganze Meeresboden war mit Heringseiern bedeckt.

„Ja, ja,“ sagte der kleine Hering, „im nächsten Jahre gibt es wieder Heringe. Dafür stehe ich ein. Aber jetzt muß ich wahrhaftig sehen, ob ich nicht etwas zu essen kriegen kann.“

Er schwamm weg, ohne daß ihm jemand etwas zuleide tat.

Die Fischer hatten sich mit ihren Booten und Netzen zurückgezogen; die Haie und Dorsche waren anderswohin geschwommen, und die Möwen saßen auf den Felsen an der Küste und verdauten ihren Fraß.

„Ich bin entsetzlich müde,“ sagte der kleine Hering. „Aber es ist ja eigentlich nicht sonderbar, daß es einen mitnimmt, wenn man 30000 Kinder in die Welt setzt.“

Immer weiter fort schwamm er. Hin und wieder traf er auch ein paar Kameraden, aber er machte sich nichts daraus, mit ihnen zu schwatzen.

„Ich bin zu müde,“ sagte er.

„Ja, wir auch,“ riefen die Kameraden.

Länger als drei Monate hielt sich der Hering für sich und fraß und fraß. Dann begann er wieder zu Kräften zu kommen, und er sehnte sich nach Gesellschaft.