Er schloß sich einem andern Hering an, und bald kam noch einer und nach einer hinzu. Nach kurzer Zeit war wieder ein ganzer Schwarm beisammen. Eines schönen Tages trafen sie den alten Hering.
„Na, bist du auch gut davongekommen?“ fragte ihn der kleine Hering.
„So wie du,“ entgegnete der Alte. „Das Leben ist ein Lotteriespiel, nichts anderes, und der Hering ist der Gewinn. Diesmal ist meine Nummer nicht gezogen worden, aber das nächstemal werde ich kaum wieder so viel Glück haben. — Was nun? Wollt ihr schon wieder in den Fjord, um Eier zu legen, Kinder?“
„Das eilt wohl nicht so sehr,“ sagte der kleine Hering. „Laßt uns erst das Leben ein bißchen genießen und auf und ab schwimmen und fressen und uns darin üben, einen Schwarm zu bilden.“
„Ja, das wollen wir,“ riefen die anderen.
Und nun schwammen sie umher und vereinigten sich zu einem Schwarm und tauchten auf den Grund, um dem Sturm zu entgehen, und folgten dem Plankton.
„Ich finde, mir wird wieder recht wunderlich zumute,“ sagte der kleine Hering. „Das Essen schmeckt mir nicht mehr. Am meisten sehne ich mich nach dem Fjord, wo ich neulich Eier gelegt habe und wo ich selber als Ei gelegen habe.“
„Fort zum Fjord!“ kommandierte der alte Hering. „Richtet euch! Seite an Seite, Kopf an Schwanz! Es ist Laichzeit, wir müssen fort.“
Und sie zogen zum Fjord hin.
Da waren schon die Möwen und die Haie und die Wale und Dorsche, und am Strande standen der Pfarrer und der Doktor und Ole.