„Jetzt läute ich zum Zeichen, daß der Markt beginnt,“ sagte die Glockenblume.

Alle Blumen richteten sich auf und leuchteten und dufteten und gaben sich Mühe, gut auszusehen. Und von allen Seiten summten und surrten Fliegen, Bienen, Schmetterlinge und Hornissen, sowie eine Menge anderer Insekten herbei, die während der Nacht versteckt in ihren Nestern, unter großen Blättern oder an anderen Stellen gesessen hatten, wo es trocken und warm war.

Sie breiteten sich aus über die Hecke und den Grabenrand, flogen von einer Blüte zur andern und krochen in ihnen ein und aus. Und die Blüten leuchteten und dufteten und schrien durcheinander.

Die Glockenblume sang:

„Kling, klang, Bienlein,

kriecht in meine Glöcklein,

schöner Honig winket hier,

junge Königin, reichlich dir.“

„Wir kommen, wir kommen!“ riefen die Bienen, und einen Augenblick darauf saß in jeder der Glockenblüten eine von ihnen. Sie tranken so viel Honig, wie sie konnten, und der Staub rieselte von den Staubgefäßen auf sie herab und blieb an den Haaren ihres Körpers hängen.