„Ja, das waren lächerliche Gesellen,“ meinte die Rose.
„Hahaha!“ lachte die Hummel wieder. „Keine Ahnung hatten sie, daß ihr es um meinetwillen tut... und um der Bienen, Fliegen und Schmetterlinge willen. Der liebe Gott mag wissen, wie wir eure Honigläden finden sollten, wenn uns nicht unser Geruch zurechtwiese und ihr nicht ein ordentlich bemaltes Schild aufhängtet.“
Keine von den wilden Blumen sagte etwas, solange die Hummel am Grabenrand lag und lachte. Sobald sie sich aber erhoben hatte und heimgeflogen war, brachen alle in ein Gelächter aus, das ebenso heiter und gewaltig war wie dasjenige, das sie den Studenten nachgesandt hatten.
„Es ist ja nicht auszuhalten mit den Dummköpfen!“ meinte die Rose. „Man sollte doch glauben, daß so ein Tier mehr Verstand hätte als ein Studentlein, aber die Hummel bildet sich also auch ein, daß wir ihretwegen hier stehen!“
„Verzeiht, daß ich mich in die Unterhaltung einmische!“ sagte der Buchfink, der im Wipfel der wilden Rose saß. „Ich war auch heute morgen dabei, als die Studenten vorübergingen. Und ich versteh’ das ganze nicht recht. Wenn ihr euch nicht für die Studenten schmückt und nicht für die Bienen und die Schmetterlinge, ja... für wen zum Kuckuck tut ihr es denn?“
„Wir tun es natürlich um unser selbst willen, bester Fink!“ erwiderte die Rose.
„Erklär’ es mir!“ bat der Buchfink.
„Ich mag nicht,“ sagte die Rose. „Der Tau fällt, und ich muß schließen. Gut’ Nacht!“
Die Glockenblume läutete den Abend ein, der Löwenzahn schlief bereits am Grabenrand, das Leinkraut kniff die Lippen so fest zusammen, daß keine Hummel in der Welt sie voneinander trennen konnte, und die Mohrrübe nickte im Schlaf und sang: