„Bei der wilden gelben Möhre

gibt es Honig frisch aus der Röhre!“

Der Buchfink wiegte sich auf seinem Rosenzweig und ärgerte sich. Er grübelte und grübelte, konnte die Sache aber nicht herauskriegen, und einschlafen konnte er auch nicht.

In diesem Augenblick kam ein großer grauer Dämmerungsfalter über die Hecke angeschwirrt, nach dem Roggen hin, der mit dem Abendwind flüsterte. Und gleichzeitig gewahrte der Buchfink eine große, schöne Lichtnelke, die ihre Krone nach dem Dämmerungsfalter ausstreckte, und sang:

„Lüft’ deine Flügel grau und weich,

einsamer Falter, komm zu mir!

Als Einzigwache im Blütenreich

schenk’ meinen kühlen Kelch ich dir.

Eile dich, Falter, noch ist es Zeit,

bin nur des Nachts für dich bereit.“