„Ich entsinn’ mich wohl,“ erwiderte der Herbst.

Der Sommer blickte über das Reich hin, wo der Lärm allgemach nachließ.

„Hörst du sie?“ fragte er. „Sie müssen sterben, und sie wissen es nicht. Nun nimm du sie milde auf.“

„Ich werd’ das Deine bergen,“ erwiderte der Herbst. „Behutsam will ich die Träumenden wecken, behutsam die zudecken, die unter der Erde schlafen. Dreimal werde ich sie vor dem Winter warnen.“

„Das ist gut,“ sagte der Sommer.

Eine Weile gingen sie schweigend einher, während die Nacht hervorquoll.

„Die Blütenblätter des Mohns sind abgefallen, als du dein Horn geblasen hast,“ sagte der Sommer. „Viele von meinen Kindern werden sterben, sobald ich das Tal verlasse. Aber Nachtigall, Kuckuck und Storch nehme ich mit mir.“

Wieder gingen die beiden Fürsten schweigend dahin. Es war ganz still, nur die Eule schrie in der alten, abgestorbenen Eiche.

„Meine Vögel sendest du mir nach,“ bat der Sommer.

„Ich werd’ keinen vergessen,“ erwiderte der Herbst.