Der Winter.
Schneeweißchen, bing bang,
Schneewittchen, kling klang,
fallet sacht hernieder!
Der Winter war auf den Bergen, aber sein Gesicht verdeckten schwere, dem Bersten nahe Wolken, die darauf lauerten, all die Bosheit freizulassen, die sie in sich trugen.
Von Zeit zu Zeit trennten sich die Wolken ein wenig voneinander, aber nur auf einen Augenblick. Und wenn das geschah, funkelten die schneebedeckten Gipfel in der Sonne, so daß man nichts anderes sehen konnte, und auch sie selbst vermochte man anzuschauen. Und selbst wenn der Sturm ganz wild über das Tal dahinfuhr, wenn der Fluß aufschäumte und die Bäume knackten und brachen und fielen, selbst dann lagen die Wolken schwer und dicht vor dem Gesicht des Winters.
Zuweilen lösten sich einige von ihnen im Nebel auf, der in das Tal hinabschwebte und es ganz ausfüllte. Aber das war ein anderer Nebel als der, den der Frühling über das Land legte. Aus ihm blühten keine Veilchen hervor, in seinem Schoß war keine Frucht geborgen, keine Sehnsucht und kein Leben. So kalt war er, als gäbe es gar keine Sonne hinter ihm.