„Dann mußt du lieber oben beim Neste bleiben,“ sagte er verdrießlich. „Dieses Umherrennen hier ist nicht sehr angenehm für mich und schädlich für die Gesundheit der Kinder.“

„Bleibst du denn bei mir?“ fragte sie.

„Ich werde nach dir sehen, sooft es mir möglich ist,“ sagte er.

„Wie? So hältst du deine Versprechungen mir gegenüber?“ rief sie und weinte kläglich.

„Liebstes Frauchen!“ tröstete er. „Ich kann dir ja doch nicht im geringsten behilflich sein beim Eierlegen. Meine Arbeit für unsere geliebten Kinder und für dich fängt erst an, wenn alle Eier gelegt sind und du ans Brüten kommst. Und dann natürlich später, wenn die lieben kleinen Geschöpfe auskriechen und gefüttert werden und lernen sollen, sich in der Welt zu benehmen. Für die Zeit sammle ich Kräfte, weißt du. Und dann lege ich mich auf die Eier, während du fröhliche Ausflüge machst und da unten mit den anderen spielst.“

„Hat man je so etwas gehört!“ rief die Tante. „Wie schön er zu sprechen weiß. Da hast du wirklich einen entzückenden Mann erwischt.“

Die junge Frau kehrte allein zum Neste zurück und legte das dritte Ei. Die Tante aber flog inzwischen mit dem Herrn Gemahl unten am Strande umher.

„Ich werde schon auf ihn aufpassen, du kannst ganz ruhig sein,“ hatte sie ihrer Nichte zugeflüstert.

Und dann kam das vierte Ei an die Reihe, und dann das fünfte.