„Ich habe getan, was ich tun mußte,“ erwiderte der Frühling und griff lächelnd in die Saiten der Laute.
Aber der Herbstfürst erhob sich und verneigte sich dreimal tief.
„Dann hat unsre Zusammenkunft ja der armen Erde Segen gebracht,“ meinte er. „Nun wollen wir Abschied voneinander nehmen, um uns nie wieder zu treffen. Einzeln werden wir unsern Gang über das Land fortsetzen bis ans Ende der Zeiten.“
Der Frühling erhob sich, verneigte sich dreimal, wie der Herbst es getan, und band die Laute über die Schulter. Aber der Sommer und der Winter blieben sitzen und schauten vor sich hin, als hätten sie noch etwas auf dem Herzen; und als der Frühling und der Herbst das sahen, setzten sie sich wieder, ein jeder auf seinen Berg, und warteten ehrerbietig.
Als eine Weile verstrichen war, hob der Winter sein weißes Haupt und sah vom einen zum andern.
„Nun will ich das aussprechen, was wir alle denken,“ sagte er.
Fragend wandte der Herbst sich ihm zu, und der Frühling band die Laute wieder los und spielte und summte. Aber der Sommer nickte beifällig.
„Wir sind Fürsten von Gottes Gnaden,“ sagte der Winter. „Wir haben die Erde unter uns verteilt, so daß ein jeder von uns den vierten Teil des Jahres über herrscht. Wir haben den Vertrag eingehalten, den wir miteinander geschlossen haben, aber das Land ist nicht mehr unser.“
„Das ist wahr,“ erklärte der Sommer.
„Wir sind nicht mehr Herren im Lande,“ versicherte der Winter. „Die Menschen haben die Macht an sich gerissen.“