„Du allein hast kein Wort gesagt. Was haben die Menschen dir Böses getan?“

„Sag’ es uns!“ erklärte der Herbst dringlich.

„Du hassest sie doch wohl wie wir?“ fragte der Sommer.

Der Frühling hob sein junges Antlitz und blickte sie an, als weilten seine Gedanken in weiter, weiter Ferne.

„Die Menschen?“ sagte er dann. „Sie tun mir nicht weh!“

„Ich halte das für eine deiner üblichen grünen Lügen!“ sagte der Winter spöttisch.

Aber der Frühling blickte vor sich hin mit seinen betauten, verträumten Augen, griff stärker in die Saiten und antwortete:

„Seht, wenn ich ins Tal komme, in die Saiten meiner Laute greife und dazu singe, wenn die Blumen dem Erdreich entsprießen, dann löst sich der Frost in den Herzen der Menschen wie in der kalten Erde. Dann singen sie und blühen und lachen, und Liebe und Wonne werden in ihren Seelen wach!“

Erstaunt blickten die drei Fürsten den Frühling an, aber er fuhr fort: