„Guten Tag miteinander,“ sagte sie und grüßte in der Runde. „Es freut mich außerordentlich, euch alle zu sehen. Ich hoffe, ihr seid nett und fein, so daß es meinem vornehmen jungen Volk Freude machen wird, euch zu betrachten.“
„Da haben wir die verrückte Ameise,“ sagte der Buchfink. „Sie ist so sauer, daß niemand sie fressen mag. Ich glaube, das ist ihr zu Kopfe gestiegen.“
„Guten Tag, kleiner Buchfink,“ sagte die Ameise. „Hast du einen recht, recht schönen Triller für die jungen Königinnen? Ich habe ihnen von dir erzählt, während sie in ihren königlichen Eiern lagen, also darfst du mich nicht Lügen strafen.“
„Was in aller Welt bildest du dir ein?“ fragte die Buche.
„Guten Tag, guten Tag, liebe Buche!“ sagte die Ameise. „Wie fein du in diesem Jahre bist! Und wie schön dein Stamm ist! Das wird ja eine Lust für die Ameisen sein, an dir auf und nieder zu laufen.“
Die Buche lachte, und der Buchfink lachte, und der ganze Wald lachte.
Aber die Ameise schien sich nicht das geringste daraus zu machen.
Sie war die Älteste im Hügel. Darum kam sie als erste hervor und kommandierte die andern zur Arbeit. Im Augenblick wurden alle Türchen des Hügels geöffnet, und es wimmelte von Ameisen. Sie besserten aus, was im Laufe des Winters in Stücke gegangen war. Sie sammelten Nahrung ein, lüfteten und machten rein, und schließlich trugen sie die Puppen in den Sonnenschein hinaus.