„Was willst du von mir?“ fragte die Eidergans.

„Ich will dir nichts Böses tun. Das wäre dumm von mir, wenn ich dir ein Leid antäte; ich selbst habe ja das Häuschen für dich aufgestellt. Ich will nur die Dunen aus deinem Neste haben.“

„Niemals!“ schrie die Eidergans und breitete die Flügel aus und klemmte sich so fest über dem Neste ein, wie sie nur konnte. „Was soll ich denn mit meinen Jungen anfangen?“

„Du kannst ja noch mehr Dunen aus deiner wundervollen Brust zupfen, Freundchen,“ sagte der Mann freundlich. „Geh weg und laß mich ohne Firlefanzen heran. Ich bin doch der stärkere, und das Nest gehört mir.“

Aber die junge Eidergans rührte sich nicht vom Fleck. Sie hackte mit dem Schnabel nach seinen Händen und schrie:

„Geh an den Strand und nimm meinen Mann und rupf ihm alle Dunen aus! Er verdient es wirklich nicht besser. Aber meine Dunen mußt du mir lassen.“

„Schwatz’ du nur, mein Putchen!“ sagte der Mann. „Die besten Dunen sind die, die eine Mutter sich aus der Brust rupft. Das wissen wir wohl. Und haben deine Jungen darunter zu leiden, so kommt es anderen Jungen zugute... kleinen Menschenkindern, deren Eltern die Mittel haben, ein ganz weiches Kissen zu kaufen.“

„Warte wenigstens, bis meine Kinder ausgekrochen sind!“ schrie die Eidergans verzweifelt.

„Ja gewiß!“ spottete der Mann. „Ich soll dich liegen und die Dunen besudeln lassen? Weg mit dir, und zwar geschwind!“