„Ihr sollt gleich an den Strand hinunter,“ sagte sie. „Ich bin überzeugt, auf dem ganzen Felsen hier gibt es keine schöneren Kinder. Aber trefft ihr euren gottvergessenen Vater, so seht nach der anderen Seite!“

Dann fing sie an, den Felsen hinabzusteigen, und die fünf Jungen folgten ihr so flink, daß es ein Vergnügen war, es anzusehen. Auf halbem Wege traf sie die Tante.

„Ich wollte gerade hinauf, um nach dir zu sehen,“ sagte die alte Dame. „Nein, was für fünf reizende Kinderchen du hast!“

„Ja — nicht wahr?“ sagte die Mutter und vergaß über diesem Lob ganz ihr Leid.

„Laß mich eins an mich nehmen, damit ich mit ihm herumspazieren kann,“ bat die Tante.

„Niemals!“ sagte die Mutter streng. „Ich weiß wohl, was du für ein Herumtreiber bist, liebe Tante. Meine Kinder gehören mir und keinem anderen, und sie bleiben bei mir.“

In diesem Augenblick fiel ein Schuß von oben her.

Es war ein dummer Schuß, den ein dummer Junge aufs Geratewohl abgefeuert hatte, weil er mit seines Vaters Flinte großtun wollte. Aber die Flinte war geladen, die Schrotkörner schlugen rings umher ein, und die Eidergansmutter fiel mit einem Schrei zu Boden.

„Meine Jungen! Meine Jungen!“ stöhnte sie.