Damit flog sie weg. Und die Sträucher besprachen flüsternd all das Merkwürdige, das der alte Pfahl erlebte, und fanden ihn plötzlich interessant und nett.
„Er ist eigentlich ganz schön,“ sagte der Fliederstrauch. „Seht, wie großartig ihn das grüne Moos kleidet.“
„Ganz schön?“ unterbrach ihn der Goldregen. „Er ist wirklich hübsch, kannst du ruhig sagen.“
„Er hält sich wunderbar gerade, er sieht vornehm aus,“ sagte der Jasmin.
„Ehrwürdig ist er,“ fiel der Rotdorn ein. „Er hat gewiß eine Menge Seltsames erlebt, wovon er erzählen könnte, wenn er wollte.“
„Es sitzt sich herrlich auf ihm,“ rief die Nachtigall, die auf seiner Spitze saß und mit den Flügeln schlug. „Er ist viel, viel solider als die dünnen, schwankenden Zweige.“
Der alte Pfahl nahm sich diese Komplimente nicht weiter zu Herzen. Er dachte über den Besuch nach, den er gehabt hatte, und ein unbestimmtes Gefühl sagte ihm, daß etwas Arges im Gange sei.
Da kam die Grabwespe nach Hause.
Mit großer Mühe schleppte sie sich in das Loch hinein und legte ihr Ei. Als sie wieder herauskam, zitterte sie an allen Gliedern und konnte kaum sprechen.