„Um die ganze Gesellschaft,“ flüsterten die Grashalme.
„Schon möglich,“ sagte der Wind. „Aber ich bin nicht derjenige, für den ihr mich haltet. Ihr glaubt, ich sei mein eigner Herr, weil ich gesprungen komme und mich drehe und manchmal langsam laufe und manchmal schnell und manchmal mild bin und manchmal streng. Und doch bin ich nur ein Hund, der kommt, wenn sein Herr ruft.“
„Wer ist denn dein Herr?“ fragte der Hänfling. „Ich will zu ihm gehn, und wenn er am Ende der Welt wohnt.“
„Ja... wenn das so ginge!“ antwortete der Wind. „Mein Herr ist die Sonne. Auf ihren Befehl lauf’ ich meinen Weg. Wenn sie irgendwo so richtig scheint, dann laufe ich mit der warmen Luft in die Höhe und hole anderswo kalte Luft und fliege mit ihr längs der Erde hin. Ob im Osten oder Westen, kümmert mich nicht.“
„Das versteh’ ich nicht,“ sagte der Hänfling.
„Ich versteh’ es selbst nicht,“ entgegnete der Wind. „Aber ich tu es.“
Dann legte er sich. Und die Freunde ließen ihre Köpfe hängen und wußten keinen Rat.
„Da ist nichts zu machen, wir müssen sterben,“ rief die Kornblume.
„Habe ich den Winter hindurch hier gestanden, so werd’ ich doch wohl auch das aushalten,“ sagte der Nußstrauch. „Aber streng ist es.“