Da wurde es ganz schwarz vor den Augen des Jüngeren

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GRÖSSERES BILD]

2. Kapitel:
Die beiden Freunde.

Und doch kamen Menschen.

Eines Tages zogen zwei Menschen in das böse Land ein. Sie hatten große, wirre Bärte und eine Flinte über der Schulter, hohe Stiefel und alte, verschlissene Kleider. Man konnte sehen, daß sie von weit her kamen und eilig marschiert waren; und von Zeit zu Zeit drehten sie sich um, als fürchteten sie, daß jemand sie verfolgen werde.

Es waren zwei Freunde, die sich auf der Flucht befanden.

Der ältere von ihnen hatte ein Verbrechen begangen und darum im Gefängnis gesessen. Dort sollte er noch viele Jahre bleiben. Aber der jüngere liebte ihn und konnte es nicht ertragen, daß es dem andern so schlecht gehen sollte. Er begann daher, darüber nachzusinnen, wie er den Freund befreien könne; und schließlich fand er einen Ausweg. Mit seiner Hilfe brach der Gefangene aus, und im Dunkel der Nacht flohen sie beide, um ein Land zu suchen, wo niemand sie kannte, und wo sie in Frieden zusammen leben konnten.

„Jetzt sind wir außer Gefahr,“ sagte der Jüngere und blickte sich in dem bösen Lande um. „Hier sieht es aus, als hätte noch keines Menschen Fuß dieses Land je betreten; und sicherlich wohnt hier niemand. Unsers Bleibens ist hier nicht, denn hier ist nicht gut sein. Aber ausruhen wollen wir heut nacht und Kräfte sammeln und morgen weiterziehen.“