„Könnte man ihnen doch eine Botschaft senden!“ rief das Gold.
Der Adler antwortete nicht mehr, er war hoch in den Wolken entschwunden. —
Bald darauf stellten sich heftige Stürme und Regengüsse ein. Alle Bäche traten über ihre Ufer, alle Felsenspalten standen voll Wasser. Und als der Sturm sich legte, kam der Frost, härter als je. Das Wasser in den Spalten gefror bis auf den Grund; und an vielen Stellen wurden die Felsen gesprengt, so daß große Steine sich loslösten, ins Tal hinabrollten und zerschmettert wurden.
An einer Stelle kam auf dem Erdboden ein großer Klumpen Gold neben einen großen Klumpen Blei zu liegen. Als der Sommer anbrach, beschien die Sonne sie beide.
„Wenn doch ein Mensch kommen und mich finden möchte!“ sagte der Goldklumpen und glänzte mit der Sonne um die Wette.
„Auch ich will gefunden werden!“ rief der Bleiklumpen.
„Dich würde er nicht ansehen, wenn er hier wäre,“ sagte das Gold.
„Er sieht keinen von euch an, denn er kommt überhaupt nicht hierher,“ erklärte der Adler. „Ihr müßt euch damit begnügen, zu euerm eigenen Vergnügen zu glänzen.“