„Verfluchtes Gold!.... Verfluchtes Gold!“

„Habt ihr’s gesehen? Habt ihr’s gehört?“ rief der Adler.

5. Kapitel:
Der erste Dukaten.

Die Sonne schien wieder auf das böse Land.

Eisen, Blei und Kupfer brüteten träumend vor sich hin, das Silber leuchtete matt und betrübt. Auf der Felsenspitze saß der Adler und blickte in die Welt hinaus. Das Moos grünte, der Bach war blau, und die Blumen waren so schön, wie sie es in ihrer Armseligkeit nur sein konnten. Der Fuchs schlich im Tale umher, ohne Nahrung zu finden. Die Gebeine der Goldgräber waren zerfallen und durch herabgefallene Felsstücke zerschmettert worden. Und den letzten Toten — den Jüngeren, der so alt geworden war — hatte der Fuchs selber mit verspeisen helfen.

Mitten in dem Tale lagen die fünf Dukaten.

Sie waren mit Erde bedeckt gewesen, aber der Regen hatte sie wieder reingewaschen. Nun glänzten sie und warfen die Sonnenstrahlen zurück, so daß man es fast nicht ertragen konnte, sie anzusehen.

„Ja — nun seid ihr also wieder hier!“ rief der Adler. „Geprägt und gestempelt seid ihr, und doch hat das alles jetzt gar keinen Zweck mehr. Ihr seid wieder den andern Metallen gleich — liegt in der Erde und wartet und sehnt euch. Aber ihr sehnt euch mehr als die andern. Denn ihr habt euch draußen in der Welt umgesehen und habt Geschmack bekommen an Gutem und Bösem.“

„Wir wollen wieder in die Welt hinaus!... Wir wollen fort!.... Wir wollen nach Hause!“ schrien die fünf Dukaten wirr durcheinander.