Und nun wußten auf einmal alle im Lande, daß dieser alte Mann derjenige war, der vor vielen Jahren seinen Freund erschlagen hatte, um den großen Goldklumpen allein für sich zu behalten.

Aber der Mann erhob sich und starrte den Bleiklumpen mit verzerrtem Gesicht an.

„Keine ruhige Stunde habe ich seit jener furchtbaren Nacht gehabt,“ murmelte er. „Wachend und träumend habe ich mein Opfer vor mir gesehen. Das Gold hat mich nicht froh gemacht... das Essen hat mir nicht gemundet... kein Mensch hat mich zu trösten vermocht. Weder Arbeit noch Genuß haben mich das Geschehene vergessen lassen.“

Mit zitternder Hand streckte er seinen Stock vor und berührte den Bleiklumpen.

„Mit dem da hab’ ich’s vollbracht. Ich muß von Sinnen gewesen sein... das grauenhafte Gold hat in der einen Nacht einen andern, entsetzlichen Menschen aus mir gemacht. Im Augenblick war geschehen, was nie wieder gutzumachen war.“

Nun warf der Mann seinen Stock fort und suchte in seinen Taschen. Er nahm ein paar Goldstücke hervor und warf sie auf die Erde. Es waren fünf Dukaten, und jetzt leuchteten sie zwischen den Steinen.

„Ich habe alles mit mir genommen, was von meinem Reichtum übriggeblieben ist. Das andre habe ich verpraßt und verschenkt. Diese Goldstücke hier werfe ich wieder in das böse Land, aus dem sie gekommen sind... Verfluchtes Gold! Verfluchtes Gold!“

Dann warf er sich vornüber gegen den Bleiklumpen und zerschmetterte sein Haupt. Das Echo seines Schreies aber hallte durch das öde Tal hin: