Doch das Eisen bat: „Erzähle! Erzähle!“ Und das Blei und das Kupfer und das Silber stimmten mit ein.

„In der Stadt brachte der Mann den Klumpen auf die Bank,“ fuhr nun der Dukaten in seiner Erzählung fort. „Da bekam er viel, viel Geld dafür ... es wurde auf dem Tische aufgezählt: Papiergeld, Gold und Silber. Die Leute sagten, ein so großer Klumpen sei überhaupt noch nie gefunden worden.“

„Sie hatten recht,“ unterbrach ihn der Adler. „Ich habe viel gesehen, aber noch nie einen solchen Klumpen Gold. Er hat allerdings gleich, als er gefunden wurde, ein Menschenleben gekostet!“

„Laß doch den Dukaten erzählen!“ rief das Eisen ungeduldig dazwischen.

„Dann kam der Klumpen in die Münze,“ fuhr der Dukaten fort. „Ein gehöriger Haufe Goldstücke wurde aus uns... lauter funkelnagelneue Dukaten mit dem Bilde des Königs. Wir wurden in Rollen zu zehn und zehn gelegt und sorgfältig eingepackt. Dann wurden wir zur Bank getragen ... das heißt ich wurde von dem Mann, der mich trug, gestohlen. Er nahm mich, weil ich zu oberst lag... ich glaube, er nahm ein Goldstück von jeder Rolle.“

„Seht ihr!“ sagte der Adler. „Es kommt, wie ich prophezeit habe. Aus dem Golde entsteht nichts als Unglück und Verbrechen.“

„Am Abend hat er mich im Wirtshaus verspielt,“ erzählte der Dukaten weiter. „Gerade als er mich verloren hatte, kam die Polizei und verhaftete ihn wegen seines Diebstahls. Der, der mich gewann, spielte mit einer falschen Karte. Als die andern den Betrug entdeckten, entstand eine große Schlägerei. Schließlich einigte man sich dahin, mich in Branntwein umzusetzen. So gelangte ich in die Schublade des Wirtes. Gegen Morgen kam wieder ein Dieb und stahl mich.“

„Grauenhaft!“ warf das Eisen ein.

„Hab’ ich es nicht prophezeit?“ rief der Adler. „Und ich bin überzeugt, das ist noch nicht alles.“