„Gewiß tu’ ich das,“ sagte der Sauerstoff. „Ich bewirke, daß die Lampe brennt, und daß die andern atmen. Fehle ich, so ist es mit ihnen zu Ende; und die widerwärtige Kohlensäure gehört ebensogut ihnen wie mir.“

„Warum nennst du mich widerwärtig?“ fragte die Kohlensäure. „Ich habe hier in der Welt ebensogut wie du meine Aufgabe zu erfüllen. Frage die Pelargonie! Sie trinkt mich den ganzen Tag aus der Luft. Sie kann mich durchaus nicht entbehren. Sie lebt geradezu von mir.“

„Das tu’ ich allerdings,“ gab die Pelargonie zu.

„Ja,“ fuhr die Kohlensäure fort. „Sobald es hell wird, trinkst du Kohlensäure und fährst fort, es zu tun, bis die Nacht kommt. Und das gleiche tun alle grünen Pflanzen der Welt, vom größten Baume bis zum kleinsten Grashalm. Sie alle trinken Kohlensäure, als wären sie nicht recht gescheit, und atmen Sauerstoff in die Luft aus. Darum ist es so wunderschön frisch im Walde.“

„Hört ihr wohl. Ich bewirke, daß es so frisch ist,“ sagte der Sauerstoff fröhlich.

„Ja, aber mich trinken sie,“ beteuerte die Kohlensäure.

„Aber aus mir sind sie erzeugt... aus mir sind sie erzeugt,“ rief der Stickstoff.

„Piep,“ sagte der Kanarienvogel. „Ich kann nicht klug daraus werden. Ich bin so traurig.“

„Auch mir geht es nicht gut,“ versicherte die Pelargonie. „Und ich begreife nicht, was wir anfangen sollen.“

„Es übersteigt meinen Verstand,“ klagte die Lampe. „Aber ich merke, daß die Luft schlechter und schlechter wird. Ich flackre. Ich gehe aus.“