Er jagte allen einen gehörigen Schreck ein. Der Dorsch machte einen Schlag nach der Seite, der Hummer kroch ganz unter den Stein, und der Seestern war nahe daran, die Auster fahren zu lassen. Der Sandwurm endlich merkte wohl an der Bewegung des Wassers, daß etwas los war, wußte aber wie gewöhnlich nicht Bescheid.
„Ha! ha!“ rief der Dorsch. „Was bist du für ein Fisch?“
„Ich bin gar kein Fisch, wenn ich bitten darf,“ erwiderte der Tümmler.
„Aber Fischfasson hast du doch, wenn’s auch ein bißchen plump ist,“ erklärte der Dorsch.
„Ich weiß wohl, der Schein ist gegen mich,“ sagte der Tümmler. „Das hat mich schon oftmals geärgert. Es geht so weit, daß die Leute mich und meine Verwandten, die anderen Delphine, Walfische nennen. Und ich bin doch in Wirklichkeit ein vollkommen normales Säugetier.“
„Was ist das?“ fragte der Dorsch.
„Das Säugetier ist das vornehmste aller Tiere,“ entgegnete der Tümmler. „Wir können überhaupt nicht im Wasser atmen, wie die Fische und das andre Getier hier unten. Wir müssen hinauf, um Luft zu schnappen.“
„Armer Kerl!“ ließ der Dorsch sich vernehmen.
„Ich komme dir arm vor, du dummer Dorsch?“ brauste da der Tümmler auf.