„Was weiß ich davon,“ entgegnete der Pierer. „Ein armer Kerl wie ich muß die Dinge hinnehmen, wie sie kommen, und muß froh sein, daß man das Leben behält. Könnt’ ich nur meine Hälfte wiederfinden!“
„Was in aller Welt willst du mit ihr?“
„Jösses, ich will natürlich wieder mit ihr zusammenwachsen. Was denn sonst?“
„Kannst du das?“
„Ja, natürlich kann ich das. Wenn ich sie nicht ausfindig mache, muß ich mich daran geben, eine neue wachsen zu lassen. Aber das dauert selbstverständlich länger. Mit der alten wär’ es leichter.“
„Merkwürdig, merkwürdig,“ sagte der Hummer. „Ich habe wohl gehört, daß man ein Bein oder ein Fühlhorn einbüßen kann, und daß das dann wieder wächst, — aber die ganze hintere Hälfte?“
„Ja,“ fiel der Sandwurm ein, „und doch ist es so. Na, man darf die Hoffnung nicht aufgeben. Kann ja sein, daß ich sie doch noch finde. Oder vielleicht auch eine andere.“
„Was sagst du?“
„Ich sage, ich kann ja Glück haben und ein anderes Hinterteil finden,“ erklärte der Sandwurm. „Es ist doch gar nicht unwahrscheinlich, daß ein anderer Sandwurm dasselbe Malheur gehabt hat, wie ich. Unser sind wahrlich gar viele, und arme Wesen sind wir alle.“
„Gott erbarme sich!“ rief der Hummer. „Wenn du auch eine fremde Hinterhälfte findest — was kann sie dir nützen?“