„Also — so war es nicht gemeint?“

„Du sagst das so wunderlich. Willst du dich wirklich mit einem vornehmen Hummer vergleichen, der Scheren hat und Augen auf Stielen, Fühler und vierzehn Beine, einen Schwimmschwanz mit Fächer, Panzer und Schild und viele andere Herrlichkeiten? Du, der du ewig herumrennst und nach deinem Hinterteil suchst und froh sein willst, wenn du ein anderes findest?“

„Ach nein,“ sagte der Sandwurm. „Es mag ja etwas daran sein. Ich denke noch an das, was Sie vorhin zu dem Dorsch sagten, und an das, was der Dorsch zum Tümmler sagte. Ich kann es nur so verstehen, daß es doch ein Vorteil für mich sein muß, wenn ich wieder mit meiner andern Hälfte zusammenwachsen kann, sobald ich sie ausfindig mache — da ich sie nun mal verloren habe. Und es kann doch auch nie und nimmer mein Schaden sein, daß ich eine andere brauchen kann, wenn ich nicht die eigene finde.“

„Du Tropf!“ sagte der Hummer. „Ich bereue, daß ich mich mit dir in ein Gespräch eingelassen habe. Pack’ dich und find’ dich mit deinen Hinterhälften zurecht, wie du magst!“

„Schönen Dank!“ rief der Sandwurm.

Damit kroch er weg. Der Seestern ließ die Auster fahren, weil nichts mehr in ihr war.

„Der Sandwurm da hat dir eigentlich gut Bescheid gesagt,“ erklärte der Seestern.

„Wen duzest du hier?“ raste der Hummer los.

Er vergaß, daß er noch weich war, und fuhr hervor und biß den einen Arm des Seesterns ab.