„Schönen Dank für die Ehre, aber ich bin schon verheiratet! Mein Mann ist tot, und nun ist nichts mehr mit mir anzufangen,“ antwortete sie den Freiern und flog weiter.

Aber als sie einen Tag lang geflogen war, bekam sie das Umherschweifen satt.

„Dieses Vagabundieren hat eigentlich nicht viel auf sich,“ sagte sie sich. „Auch das ruhige Leben hat seine Annehmlichkeiten. Ich glaube, ich gründe einen neuen Ameisenhügel.“

Wie gesagt, so getan.

Sie suchte sich in dem Tannenwalde eine Stelle aus, die ihr gefiel, ließ sich auf der Erde nieder und begann, mit Füßen und Kiefern im Boden zu graben.

„Die dummen Flügel sind mir lästig,“ sagte sie. „Ich weiß eigentlich auch nicht, was für einen Zweck sie jetzt noch haben. Mir ist zumut, als wäre ich jetzt alt und vernünftig und frei von allen Grillen. Ich glaube, ich reiße sie aus.“

Sie legte sich platt auf den Bauch, breitete die Flügel aus, setzte ihre Beine darauf und richtete sich mit einem Ruck empor.

Ratsch... da lagen die Flügel.

Dann grub sie weiter. Am Abend hatte sie ein niedliches kleines Loch zustande gebracht, ungefähr so groß wie eine Walnuß.

„Nun ruhen wir uns von dem Stück Arbeit aus, und morgen legen wir Eier,“ sagte sie.