Während sie so zusammen redeten, versammelten sich alle Tiere des Waldes auf der Wiese — wie in der ersten Nacht nach der Ankunft der neuen Tiere.
„Der Zweifüßler hat das Schaf ermordet!“ schrie der Sperling und eilte mit seiner Neuigkeit weiter, so naß und zerzaust er vom Regen war.
„Der Zweifüßler hat das Schaf ermordet und das Rind und die Ziege!“ schrie die Krähe, indem sie mit den nassen Flügeln schlug.
„Halt!“ rief da das Rind. „Noch bin ich am Leben, wenn ich auch auf das Ärgste gefaßt bin.“
„Der Zweifüßler hat alle Tiere im Walde getötet .... Nun sitzt er mitten auf der Wiese und frißt den Löwen!“ flüsterte das Schilfrohr.
Und alle Tiere stürmten auf die Wiese, um zu erfahren, was vorgefallen war. Mitten in der Versammlung stand der Löwe, den Kopf stolz erhoben:
„Was ist das für ein Spektakel?“
„Darf ich reden?“ rief der Orang-Utan und reckte einen Finger in die Luft. „Ich habe auf dem Palmenbaum gesessen und alles mitangesehen. Es war grauenhaft.“
„Du bist eigentlich ein übler Patron!“ sagte der Löwe. „Du machst deine eigene Familie schlecht.“
„Die Verwandtschaft ist sehr, sehr weitläufig!“ erwiderte der Orang-Utan. „Ich mache Sie darauf aufmerksam, daß ich ausdrücklich alle Verantwortung für diese Zweifüßler abgelehnt habe, die unserer Familie eigentlich nur zur Schande gereichen. — Ich saß also auf dem Baum und sah, wie der Mann herbeigestürzt kam, sich auf das Schaf warf und es erwürgte. Dann schleppte er das arme Geschöpf zu dem Baume, auf dem er wohnt. Ich schlich ihm nach und sah, wie er den Körper des Schafes in Stücke riß. Sein Weib half ihm dabei, und nachher setzten sie sich beide auf ihren Baum und aßen.“