„Gut! Dann sollst du mein Wächter sein, sollst mir auf der Jagd helfen und mir stets Gesellschaft leisten.“
Viertes Kapitel: Die Zeit vergeht.
Die Regenperiode war zu Ende, und die Sonne bekam wieder Macht. Und wieder begann die Regenzeit, und so fort in ewigem Wechsel.
Die Zweifüßlerfamilie hatte jetzt eine neue Wohnung, die besser war als die Laubhütte auf der Insel und die Behausung auf dem Apfelbaum. Es war eine Höhle im Felsen, die der Mann eines Tages entdeckt hatte. Sie war kühl in der heißen Zeit und warm in der kalten, bot Schutz vor dem Regen und konnte in der Nacht oder, wenn Gefahr drohte, mit einem Stein verrammelt werden. Diese Höhle polsterte der Zweifüßler mit Fellen aus, verdichtete die Wände mit Moos und saß nun mit seiner Familie und dem Hunde im wohnlichen Heim.
Arbeit hatte er genug, denn die Familie war gewachsen. Er hatte jetzt drei Kinder, die ausgezeichnet gediehen und wie die Scheunendrescher aßen. — Aber er mußte sehr auf der Hut sein seit jener Nacht, in der er den Knochen gegen den Löwen geworfen hatte. Denn er hatte sich den König der Tiere zum Feinde gemacht, und fast alle Tiere des Waldes betrachteten ihn mit dem größten Mißtrauen.
Sie hatten auch wohl Grund dazu, denn der Zweifüßler war ein gewaltiger Jäger geworden, der dem Löwen in nichts nachstand.
In dem inneren Raum der Höhle verwahrte er zwei große Speere, sowie einen kleineren, den schon sein ältester Sohn zu handhaben verstand. Nicht heimtückisch beschlichen sie ihre Beute, wie es der Löwe und die andern jagenden Tiere taten. Der Hund trieb ihnen das Opfer entgegen, und sie warfen den Speer und töteten das Tier.
„Er jagt besser als ich,“ sagte eines Abends der Löwe zu seinem Ehegespons. „Heute hat er mit dem Spieß einen jungen Hirsch erlegt, den ich mir auserkoren hatte.“
„Warum nahmst du ihn denn nicht?“ fragte die Löwin.