Neuntes Kapitel: Die alten Tiere halten Rat.
Mit jedem Tage, der verstrich, jammerten die alten Tiere stärker.
„Man weiß nicht mehr, was man darf, und was man nicht darf,“ sagte der Maulwurf. „Gestern wühlte mein Vetter die Erde auf, wie meine Familie es getan hat, solange sie existiert. Da wurde er auf einmal an die Oberfläche gezogen und von einem von den Söhnen des Zweifüßlers erschlagen, weil der Maulwurfshügel in eins seiner Beete kam.“
„Seine Tochter hat meine Frau erschlagen, weil sie ihr so garstig vorkam,“ sagte ein junger Spinnenherr. „Meine Frau war allerdings nicht eben lieb zu mir. Sie wollte mich gleich nach der Hochzeit fressen; diesem Geschick bin ich mit knapper Not entgangen. Aber sonst war sie das bravste Frauenzimmer unter der Sonne und tat keiner Seele etwas zuleide. Ausgenommen natürlich die Fliegen.“
„Meine Frau hat er genommen und in seinen Garten gepflanzt,“ sagte die Hopfenranke.
„Und mich wirft er hinaus, sobald ich einen grünen Trieb sehen lasse,“ jammerte der Geisfuß.
„Uns sperrt er in Körbe ein,“ klagte die Biene.
„Uns jagt er mit Klappen und Tüchern,“ berichtete die Mücke.
„Uns schließt er ein, um uns fett zu machen dann zu essen,“ erzählte das Schwein.
„Für uns stellt er Fallen auf, wenn wir uns einen kleinen Happen nehmen wollen,“ sagte die Maus.