„Guten Tag, Vetter!“

Der Zweifüßler betrachtete den Ankömmling, ohne zu antworten.

„Du hast vielleicht gehört,“ fuhr der Orang-Utan fort, „daß ich dir allerlei Böses nachgesagt habe. Ich leugne es nicht, daß ich ein wenig unvorsichtig gewesen bin. Aber du weißt ja selber... wenn man so eine arme Familie sieht, hat man Angst vor dem Anhang. Man hat ja selber Kinder; und es ist heutzutage nicht leicht, durchzukommen. Außerdem hast du mir einmal einen Schlag mit deinem Stock gegeben. Das gleicht sich also wohl aus.“

„Was willst du von mir?“ fragte der Zweifüßler. „Ich habe weder Zeit noch Lust, dein Gewäsch mitanzuhören.“

„Nicht so hastig, Vetter,“ sagte der Orang-Utan, indem er sich neben ihn setzte. „Deine Erfolge erkenne ich durchaus an. Du hast Glück gehabt ... Herrgott, deine Tüchtigkeit will ich dir ja auch nicht abstreiten. Du hast deine Sache großartig gemacht. Die Geschichte mit dem Pferd war ganz ausgezeichnet. Und nun hast du auch noch den Löwen überlistet...“

„Was willst du eigentlich von mir, Unglückswurm?“ fragte der Zweifüßler ungeduldig.

„Ich will mich mit dir zusammentun, Vetter! Wenn wir beide uns verbünden, können wir die ganze Welt erobern.“

„Bist du toll? Was soll ich mit so einem lächerlichen, dummen Tier anfangen, wie du es bist? Du kannst mir ja gar nichts nützen! Fort mit dir, oder ich werd’ dir deine Jacke ausklopfen, daß du ewig daran denken sollst!“

Der Orang-Utan trat ein wenig zurück, räumte aber das Feld nicht.