„Erzähle!“ sagte das Holzscheit. „Wird ja eine Geschichte recht zum Lachen werden.“

„Im Gegenteil,“ erwiderte der Koks. „Meine Geschichte ist überaus traurig. Nicht weil ich meine, daß die euren so übertrieben amüsant wären, für mich selbst wenigstens. Aber mir ist’s noch schlimmer ergangen. Die Sache ist die, daß ich der leibhaftige Bruder der Steinkohle bin.“

„Nein, was Sie wissen, mein Bester!“ rief die Steinkohle.

„Und doch ist es so!“ sagte der Koks.

„Hahaha,“ lachte das Holzscheit. „Mir scheint auch, ihr gleicht euch ganz auffallend, wenn man recht genau zusieht.“

„Ich protestiere auf das bestimmteste,“ sagte die Steinkohle. „Man sehe mich an und sehe den Koks an. Er ist löchrig und jämmerlich, leicht wie eine Feder... ein jeder kann sehen, daß er ein armseliger Kerl ist, nicht vier Pfennige wert. Und dann sehe man mich an! Ich bin hart und bin schwer. Ich leuchte. Ich bin ein leiblicher Vetter des Diamanten, müßt ihr wissen.“

„Ich wahrhaftig nicht minder,“ sagte der Koks. „Es ist gar nicht hübsch von dir, daß du mich verleugnest. Wärest du behandelt worden wie ich, so sähest du wirklich auch kein bißchen besser aus.“

„Dann laß hören,“ sagte das Holzscheit.

„Ihr dürft ihm kein Wort glauben,“ versicherte die Steinkohle.

„Ich bin aus England, ebenso wie die Steinkohle,“ sagte der Koks. „Ich wuchs in demselben Wald und war sogar ein Stück von demselben Farrenbaum — vor hunderttausend Jahren. Darum ist meine Geschichte genau dieselbe wie die der Steinkohle, bis auf...“