„Ich weiß es wohl,“ sagte er ganz demütig, „ich bin nur ein armseliger kleiner Sperling. Aber ich möchte so gerne die warmen, schönen Länder sehen. Versucht es doch und nehmt mich mit! Ich werde schon meine Flügel zu gebrauchen wissen. Ich bitte euch herzlich darum.“

„Ein naseweiser Kerl ist’s,“ sagte der alte Storch. „Aber sein elendes Leben wollen wir ihm lassen. Jagt ihn geschwind weg!“

Da jagten die Vögel den Sperling weg, und er versteckte sich ganz unglücklich unter dem Dache. Aber als die Musterung zu Ende war, fingen die Zugvögel an davonzuziehen. Schwarm um Schwarm flog durch die Lüfte von dannen, und der Sperling guckte ihnen vom Dache her traurig nach.

„Jetzt sind sie alle fort,“ sagte er, „und niemand außer mir ist zurückgeblieben.“

„Ich bin auch noch hier!“ krächzte die Krähe.

„Und ich auch!“ sagte der Buchfink.

„Und ich, nicht zu vergessen, mit Verlaub!“ piepste die Kohlmeise.

„Ja,“ sagte der Sperling, „so geht es. Es kommt, wie die Schwalbe sagt. Wir armen Vögel müssen hier bleiben und Not leiden!“

„Auf einmal entstand ein großer Spektakel, als man den Sperling entdeckte ...“